Jilet Ayse

IDIL BAYDAR als JILET AYSE


Manche Dinge ziehen sich unerwartet automatisch an und gehören danach einfach zusammen. So war es beim ersten Aufeinandertreffen zwischen Idil Baydar und dem Team von „Apfelstrudel trifft Baklava“ gewesen. Idil Baydar ist eine deutsche Schauspielerin, Kabarettistin und Comedian, die ein Bühnenprogramm, abseits von klassische Stand Up Comedy, präsentiert. Hiergenau ist die Schnittstelle zu „Apfelstrudel trifft Baklava“. Ihre klischeehaft angelegten Kunstfiguren Jilet Ayse und Gerda Grischke wurden über YouTube bekannt. Im Fernsehen war sie zu bewundern in Kabarett- und Comedysendungen wie StandUpMigranten (EinsPlus), NightWash (Einsfestival), Puffpaffs Happy Hour (3sat) oder Ladies Night (WDR). Von 2012 bis 2014 war Idil Baydar als Jilet Ayse mit der Show „Isch schwöre …“ auf Bild.de auf Sendung. Im Herbst 2014 hatte ihr Soloprogramm „Deutschland, wir müssen reden!“ in Berlin Premiere. Das Team von „Apfelstrudel trifft Baklava“, freut sich nun die erste Deutschland-Tour der Künstlerin präsentieren zu dürfen. In April 2016 geht es los.

BIOGRAFIE: Baydars Eltern sind türkische Einwanderer, die sich kurz nach ihrer Geburt trennten. Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Celle auf und besuchte eine Waldorfschule. Die Schule beendete sie mit dem Abitur. Heute lebt sie als Schauspielerin und Comedian in Berlin und arbeitete hier auch für Jugendeinrichtungen. Baydars YouTube-Kanal, auf dem sie seit 2011 selbstgeschriebene und selbstgespielte Stücke zum Thema Integration präsentiert, erreichte bis zu 80.000 Klicks pro Video. Im Fernsehen war sie in Kabarett- und Comedysendungen wie zu sehen. Seit 2015 hat sie eine feste Rolle in der RTL-Fernsehserie Block B – Unter Arrest.


 Foto: dpa

TV-REFERENZEN: arte ist ein Kultursender mit den Schwerpunkten Kultur, Europa und die Vermittlung von Informationen aus vorzugsweise ungewöhnlichen Perspektiven. Die Nachrichtensendung arte Journal versucht die klassische Trennung zwischen Politik- und Kulturnachrichten aufzuheben. So versucht die Sendung Zusammenhänge herauszuarbeiten, die bei einer nur kulturellen oder nur politischen Sichtweise nicht sichtbar werden. Der Sender ist bekannt für hochwertige und kulturelle Dokumentationen. In den Bereichen Musik, Theater und Tanz überträgt der Sender große Veranstaltungen mit klassischer Musik sowie Konzertaufzeichnungen bekannter Dirigenten und Musiker und Aufführungen aus renommierten europäischen Theatern und Opernhäusern. Neben diesen eher klassischen Kulturbeiträgen werden auch Themen behandelt, die eher das jüngere Publikum ansprechen: Samstagabends berichtet das Musik- und Kulturmagazin Tracks über Entwicklungen in verschiedenen modernen Subkulturen.
Referenzen: TV-Beitrag von arte Journal über Idil Baydar:
Idil Baydar als Jilet Ayse & Gerda Grischke auf arte Journal

VORTRÄGE & WORKSHOPS: Die Schauspielerin & Comedian IDIL BAYDAR hält Vorträge an Hochschulen, Institutionen und Karrieremessen für Nachwuchskräfte zum Thema Selbstverwirklichung, Bildung und Motivation. Sie verfolgt das Ziel Jugendliche zu motivieren und ihnen Tipps für ihre berufliche Zukunft zu geben.
Referenzen: JOBLINGE e.V.


Programm: „Deutschland, wir müssen reden!“. Ein ganzes Land wird zum Gespräch gebeten. Ein Land, in dem Idil Baydar lebt und das ihr zunehmend Sorgen bereitet. Sie hat als hier geborene und vom Umfeld geprägte Berlinerin einiges an Migrations- Hintergründigkeit zu bieten und tut das gerne und vehement vor allem in ihrer Figur Jilet Ayse auf sehr eindrucksvolle und gewollt nachhaltige Weise. Jilet Ayse ist schwer und gewichtig, rein und rassig und glaubt das auch noch, wenn sie in den Spiegel schaut. Der ansonsten übrigens hauptsächlich dem Zuschauer vorgehalten wird. Sie ist überzeugt davon, das richtige Instrument zur Persönlichkeitsbildung und zur individuellen Freiheit gefunden zu haben – Sturheit! Getreu dem Motto: „Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirr‘ sie!“ hinterlässt sie leidenschaftlich vorgetragene Argumentationsketten, die nur am Anfang logisch und gerecht erscheinen. Das tun sie aber immer für Jilet Ayse! Und wir sollten es glauben. Immerhin schwört sie uns in guter, alter Kanak-Sprachen-Tradition, dass alles, was uns unglaubwürdig vorkommt, die Wahrheit ist. Und schon kommt es uns bekannt vor. Für jede ihrer Überzeugungen würde sie auch glatt sterben. Nicht sofort, klar. Aber wenn sie einen persönlichen Vorteil in ihrem Tod sehen würde, wär‘ sie sofort dabei. Und so erleben wir altbekannte Stereotypen, nagelneue Schimpfwörter, ungelogene Wahrheiten und garantierte Tatsachen am laufenden Band und mit besonders breiter Brust vorgetragen. Aggression ersetzt Überzeugungskraft bei Jilet Ayse und Lautstärke fehlende Argumente. Wenn sie etwas zu ihrem eigenen Wohl erreichen kann, dann wird sie trotz aller Vehemenz schnell opportunistisch, ohne zu wissen, was das ist. Sie verbreitet Botschaften, Lösungen und Angst in den ersten Reihen. Und doch wird sie geliebt. Davon ist sie zumindest überzeugt. Vermeintlich naiv begegnet sie Unbekanntem und hofft, irgendwann den Lohn für ihr anständiges Leben zu bekommen. Der Weg dahin ist sicher noch weit, aber äusserst unterhaltsam für den Zuschauer.

Wir sind Idil Baydar auf den Leim gegangen, wir haben uns mitreissen lassen und uns diebisch gefreut über Boshaftigkeiten, beschwörte Tatsachen und Schimpftiraden in unterschiedlichsten Sprachfärbungen und aus unterschiedlichsten Richtungen. Aber wir haben auch verstanden, was da gerade passiert ist im Gespräch zwischen Idil Baydar und Deutschland. Überzeichnete Absurditäten, die uns vor Augen halten, wie banal und unnötig manche Befürchtungen sind und wie kleingeistig und egoistisch die Maulaffen dieser Welt Meinung machen, werden uns zukünftig bemerkenswerter erscheinen. Während vor unseren Augen ein Pulverfass mit vermeintlichem Geschwätz explodiert ist, wurde uns hinten aus der Hosentasche unsere Ansammlung an Vorurteilen geklaut und bleibt hoffentlich für immer verschwunden. Im Gegensatz zu Idil Baydar. Sie soll weiter mit uns reden, uns analysieren, schockieren und uns mit ihrer Überzeugungskraft vor dem nahezu sicheren Aussterben bewahren. Und sie soll alle Menschen erreichen, die noch nicht begriffen haben, dass man auch und vor allem übers Lachen zur Wahrheit kommen kann.



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